Vitamin D:  Bedarf & Versorgung

Vitamin D: Bedarf & Versorgung

Vitamin D übernimmt zahlreiche wichtige Funktionen im Organismus, so dass eine gute Versorgung unverzichtbar ist. Allerdings erreichen 80 Prozent der Bevölkerung den empfohlenen Blutserumspiegel von 30 ng/ml nicht. Und dadurch besteht das Risiko eines Vitamin-D-Mangels. Erfahren Sie hier mehr über die aktuellen Empfehlungen und die tatsächliche Versorgungslage in Deutschland.

Aktuelle Empfehlungen

Es könnte alles so einfach sein – schließlich kann Vitamin D im Körper selbst gebildet werden! Voraussetzung ist allerdings eine ausreichende UVB-Strahlung. Und die ist hierzulande leider oft nicht ausreichend, und das nicht nur in den Wintermonaten. Auch die Zufuhr des Vitamins über die Nahrung ermöglicht nur einen minimalen Vitamin-D-Nachschub. Demzufolge wird die gezielte Zufuhr von Vitamin D bei unzureichender körpereigener Bildung empfohlen – zum Beispiel durch die dauerhafte, tägliche Einnahme von Vitamin-D-Tabletten. Deshalb empfehlen wir bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung zur Vorbeugung VIGANTOL 1000 I.E.

Doch wie viel Vitamin D pro Tag sollte es sein? Bisherige Empfehlungen der Fachgesellschaften (800 I.E., Schätzwert der DGE) werden heute häufig als zu niedrig oder veraltet angesehen.

Internationale Experten fordern heute für Erwachsene rund 1000 – 2000 I.E. (Internationale Einheiten) pro Tag.

Tipp: Schon eine einzige, kleine Tablette VIGANTOL® 1000 I.E. reicht in den meisten Fällen aus, um bei erkennbarem Risiko Vitamin D-Mangelerkrankungen vorzubeugen.

Hintergrund: Versorgungslage in Deutschland

An sich würden uns „von Natur aus“ zwei Wege zur Verfügung stehen, den körpereigenen Vitamin-D-Speicher aufzufüllen.

  1. Körpereigene Bildung von Vitamin D in der Haut (90 Prozent der Vitamin-D-Versorgung)
  2. Zufuhr von Vitamin D über die Nahrung (10 Prozent der Vitamin-D-Versorgung)

Da die Vitamin-D-Zufuhr über die Nahrung nur einen geringen Beitrag zur Versorgung leistet, hängt ein guter Vitamin-D-Status vor allem von der körpereigenen Vitamin-D-Bildung ab. Diese ist aufgrund verschiedener Faktoren hierzulande oft nicht ausreichend.

Demzufolge verwundert es kaum, dass viele Bürger zu niedrige Vitamin-D-Spiegel aufweisen, so dass eine Vitamin-D-Mangelerkrankung drohen könnte.

Bildung von Vitamin D durch Sonneneinstrahlung

Für die körpereigene Synthese von Vitamin D ist UVB-Strahlung Grundvoraussetzung. Doch diese ist nur unter bestimmten Bedingungen ausreichend:

  • Jahreszeit: Monate April bis September
  • Tageszeit: In diesem Zeitraum von 11 bis 16 Uhr
  • Wetter: Sonniges Wetter
  • Exposition der Haut: Gesicht und Arme sollten je nach Hauttyp 15-30 Minuten pro Tag der Sonne ausgesetzt sein

Schon hier wird deutlich: Die Bildung von Vitamin D in der Haut ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Besonders wenn man sich die aktuellen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten ansieht (Arbeit und Freizeit in geschlossenen Räumen), wird deutlich, dass die körpereigene Vitamin-D-Synthese häufig nicht ausreicht, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Auch Sonnencremes und Tagescremes mit integriertem Lichtschutz drosseln die Vitamin-D-Bildung des Körpers: So reduziert der LSF 10, der in vielen Tagescremes enthalten ist, die Vitamin-D-Bildung um 95 Prozent, der LSF 15 sogar um 99 Prozent.

Hinzu kommt, dass die Vitamin-D-Bildung in der Haut auch vom jeweiligen Hauttyp abhängt und mit zunehmendem Alter nachlässt.

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Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung

Eine Deckung des Vitamin-D-Bedarfs alleine über die Ernährung ist schwierig. Der Grund: Vor allem Lebensmittel wie Lebertran, Hering oder Aal zählen zu den vergleichsweise „guten“ Vitamin-D-Lieferanten – und die sind bei uns eher unbeliebt und kommen eher selten auf den Tisch.

Und wer mit Grundnahrungsmitteln nachhelfen will, der müsste ganz schön zugreifen: So müssten es pro Tag 27 Liter Vollmilch, 15 Eier oder auch 2 Kilogramm Kabeljau sein, um die empfohlene Menge an 1000 I.E. Vitamin D pro Tag aufzunehmen.

Tatsächlich führen wir über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln nur 2 bis 4 Mikrogramm Vitamin D pro Tag zu – 20 Mikrogramm müssten es sein, um nicht auf die körpereigene Vitamin-D-Produktion über die Sonne angewiesen zu sein!

Nahrungsmittel Verzehrmenge pro Tag für 1000 I.E. Vitamin D
Kalbsleber 7,6 kg
Vollmilch 27 Liter
Gouda 2 kg
Butter 2 kg
Eier Größe M (85mg) 15 Stück
Champignons 1,3 kg