Vitamin D zur Rachitisprophylaxe

Prophylaxe von Rachitis und Karies

Zur Vorbeugung der Vitamin-D-Mangelkrankheit Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) wird Vitamin D heute präventiv bei Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt. Häufig wird die Vitamin-D-Gabe mit der Zufuhr von Fluorid kombiniert – auf diese Weise lässt sich gleichzeitig auch Karies vorbeugen.

Tipp: Fluor-VIGANTOLETTEN® 500 I.E. und Fluor-VIGANTOLETTEN 1000 I.E. haben sich als Mittel zur Karies und Rachitis Vorbeugung seit langem bewährt.

Für Ihr Baby: Vitamin D zur Vorbeugung von Rachitis

Bei Rachitis handelt es sich um eine Knochenkrankheit, die auch als „Knochenerweichung“ bekannt ist. Die Einlagerung von Calcium und Phosphor im kindlichen Skelett ist vermindert. Als Ursache spielt ein Vitamin-D-Mangel eine ganz zentrale Rolle.

Tatsächlich ist das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel bei Säuglingen erhöht. Schließlich reicht die Zufuhr von Vitamin D über die Muttermilch und Säuglingsnahrung nicht aus. Auch die hauteigene Produktion von Vitamin D ist aufgrund der unzureichenden Sonnenstrahlung (gerade in den Wintermonaten) herabgesetzt.

Die frühzeitige Gabe von Vitamin D in Form von Vitamin-D-Tabletten zählt daher heute zur gängigen Vorgehensweise zur Vorbeugung von Vitamin-D-Mangel und Rachitis.

Die derzeitige Empfehlung lautet: 500 I.E. Vitamin D pro Tag

  • ab dem Ende der ersten Lebenswoche
  • bis zum Ende des ersten Lebensjahres
  • ggf. Fortsetzung im 2. Lebensjahr in den Wintermonaten

I.E. = Internationale Einheiten

Auch bei der Rachitis-Behandlung hat Vitamin D eine lange Tradition. Der Ursprung der Vitamin-D-Therapie bei Rachitis geht bis auf die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Damals entdeckte man bei Kindern mit Rachitis den positiven Effekt einer Bestrahlung unter der Höhensonne. Der Zusammenhang wurde schnell erkannt: Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D in der Haut und gleicht den bestehenden Vitamin-D-Mangel aus.

Lassen Sie sich zum Thema Vorbeugung von Rachitis in jedem Fall umfassend von Ihrem Kinderarzt beraten.

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Vitamin D plus Fluorid – Kariesprophylaxe inklusive

Für Säuglinge und Kleinkinder wird heute in der Regel eine kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe empfohlen. Der einfachste Weg: Vitamin-D-Tabletten, die zusätzlich Fluorid enthalten.

Tipp: Fluor-VIGANTOLETTEN® 500 I.E., rezeptfrei in der Apotheke

Das Spurenelement Fluorid spielt in Bezug auf die Vorbeugung von Karies eine zentrale Rolle.

Fluoride…

  • ...fördern die Remineralisation des Zahnschmelzes
  • ...erhöhen die Stabilität des Kristallgefüges im Zahnschmelz
  • ...lagern sich in den Zahnschmelz ein und machen den Zahn widerstandsfähiger gegen kariesbildende Säuren
  • ...hemmen die Vermehrung der Kariesbakterien

Gerade in der Entwicklungsphase der Zähne sowie beim Durchbruch der Zähne ist daher eine ausreichende Zufuhr von Fluorid entscheidend.

Empfehlung zur Kariesprophylaxe: 0,25 – 0,5 mg Fluorid/ Tag in den ersten drei bis vier Lebensjahren

Wichtiger Hinweis: Fluoridhaltige Zahnpasta sollte erst nach Absetzen der Fluoridtabletten eingesetzt werden, um eine Überdosierung zu vermeiden. Der Grund: Kleine Kinder verschlucken Zahnpasta häufig. Erst wenn das Kind die Zahnpasta gut ausspuckt, ist fluoridierte Kinderzahnpasta als „Nachfolger“ der Fluorid-Tabletten sinnvoll. Für ein weiteres Plus an Fluorid kann die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz sorgen.

Tipp: Da dem Körper auch über Trinkwasser Fluorid zugeführt wird, ist es wichtig, den aktuellen Fluorid-Gehalt des Trinkwassers zu kennen und diesen Wert bei der Dosierung von Fluorid-Tabletten zu berücksichtigen. Entsprechende Trinkwasser-Analysewerte sind zum Beispiel bei den Stadtwerken erhältlich.

Lassen Sie sich zum Thema Kariesprophylaxe umfassend von Ihrem Kinderarzt bzw. Zahnarzt beraten.

Hintergrundinformationen für Eltern: Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe

Die kontinuierliche Anwendung von Fluoriden gilt als wichtigste Maßnahme zur Prophylaxe von Karies. So geht man heute davon aus, dass der Rückgang von Karies bei Kindern und Jugendlichen vornehmlich auf die gängigen Fluoridierungsmaßnahmen zurückzuführen ist.

Bei Kindern von bis zu vier Jahren werden vor allem zwei Wege der Fluoridierung eingesetzt: Fluorid-Kinderzahnpasta oder Fluoridtabletten.

Fluoridierte Zahnpasta für Kinder – Dosierung nicht immer einzuhalten

Fluoridierte Kinderzahnpasta kann als Fluoridierungsmaßnahme zur Kariesprophylaxe genutzt werden. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass Experten sehr genaue Vorschriften zur Anwendung machen („dünner Film“ ab Durchbruch der Milchzähne einmal am Tag, oder „erbsengroße Menge“ zweimal am Tag ab einem Alter von zwei Jahren). Da kleine Kinder Zahnpasta häufig verschlucken, kann es aber bei der Anwendung von fluoridierter Zahnpasta mitunter zu einer unerwünscht erhöhten Fluoridaufnahme kommen. Diese wiederum kann sich z. B. in Form von weißen Schmelzflecken auf den Zähnen bemerkbar machen kann. Viele Eltern haben daher Bedenken, wenn es um das Thema Fluoridierung geht. Fluoridtabletten bieten hier eine sichere und zuverlässige Alternative in geeigneter Dosierung.

Fluoridtabletten: Geeignete Dosierung

Um Grenzwerte zur Fluorid-Aufnahme nicht zu überschreiten, stehen heute Fluoridtabletten in geeigneter Dosierung zur Verfügung, die auch für Kinder geeignet sind. Regelmäßig (täglich) eingenommen bieten diese Tabletten eine zuverlässige Form der Kariesprophylaxe.

Grundsätzlich sollte vor der Verschreibung von Fluoridpräparaten eine ausführliche Fluorid-Anamnese erfolgen. Der Arzt wird sich darüber informieren, welche sonstigen Fluoridquellen (z. B. fluoridiertes Speisesalz, fluoridhaltiges Mineralwasser) im Alltag verwendet werden. So wird ebenfalls sichergestellt, dass Fluorid nur im Rahmen der empfohlenen Grenzwerte zugeführt wird. Lassen Sie sich dazu auch von Ihrem Arzt beraten.

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