Cholecalciferol:  Vitamin D3

Cholecalciferol: Das Sonnenvitamin

Cholecalciferol ist der genauere, aber unbekanntere Name von Vitamin D3. Es übernimmt im Körper eine ganze Reihe von wichtigen Funktionen, die unter anderem für gesunde Knochen von Bedeutung sind. Für die körpereigene Bildung von Vitamin D3 ist Sonnenlicht unerlässlich, und da sich viele Menschen zu wenig im Freien aufhalten, ist eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D häufiger als man denkt. Was man dagegen unternehmen kann und worauf man dabei achten sollte, erfahren Sie hier.

Vitamin D3: Ein Vitamin mit Sonderstellung

Vitamine sind wichtige Nährstoffe, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben und sich ständig zu erneuern. Insgesamt gibt es dreizehn Vitamine: A, C, D, E, K und die 8 verschiedenen B-Vitamine. Ist auch nur eins von ihnen nicht in ausreichendem Maß vorhanden, kann sich das auf die Gesundheit auswirken. Generell lässt sich durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung dafür sorgen, dass alle notwendigen Vitamine aufgenommen werden. Vitamin D stellt jedoch eine Ausnahme dar: Es ist zwar in manchen Lebensmitteln vorhanden, aber meist nur in geringen Mengen. Die natürliche Hauptquelle ist Sonnenlicht, das das Vitamin in der Haut entstehen lässt.

Spricht man von Vitamin D, ist das immer eine recht ungenaue Aussage. Zum einen handelt es sich eigentlich um kein Vitamin, sondern um ein Prohormon, und zum anderen gibt es Vitamin D in verschiedenen Formen. Die Form, die unser Körper selbst über die Haut produziert, ist das Vitamin D3, das auch als Cholecalciferol bezeichnet wird. Die andere sehr bekannte Form vom Vitamin D ist Vitamin D2 (Ergocalciferol).

Neben der körpereigenen Bildung via Sonnenlicht können auch tierische Produkte wie beispielsweise fettreiche Seefische eine Quelle von Vitamin D3 sein. Das ebenfalls vom Körper verwertbare Vitamin D2 kommt hingegen in Pflanzen, genau genommen in Pilzen, vor. Beide Formen von Vitamin D lassen sich auch synthetisch herstellen und sind als Präparate erhältlich. Es wird aber angenommen, dass Vitamin-D3 -Präparate vom Körper häufig besser verwertet werden können.6,7

Warum Cholecalciferol wichtig für den Körper ist

Besonders die Gesundheit von Knochen ist von einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D abhängig. Vitamin D erleichtert es dem Körper, Calcium aufzunehmen, und trägt dazu bei, dass dieses vom Verdauungstrakt ins Blut gelangt und schließlich in den Knochen eingelagert werden kann.

Cholecalciferol wird durch UVB-Strahlung der Sonne in der Haut gebildet

Dank Sonnenlicht wird Vitamin D3 im Körper gebildet. Ausgelöst wird der Prozess, wenn die im Sonnenlicht enthaltene ultraviolette Strahlung auf die Haut auftrifft.
Für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese genügt es nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Tag zwischen 12 und 15 Uhr je nach Hauttyp etwa 5-25 Minuten der Sonne auszusetzen.1 Dies hängt aber nicht nur vom Hauttyp ab, sondern auch von der Wetterlage, dem Breitengrad und v.a. von der Jahreszeit. Eine Rötung der Haut oder gar ein Sonnenbrand sollten unbedingt vermieden werden! Zusätzlich dazu ist Vitamin D3 auch in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten. Zu Lebensmitteln, die einen hohen Gehalt an Vitamin D3 aufweisen, gehören:

  • Hering
  • Lachs
  • Makrelen
  • Innereien wie Leber

In deutlich geringerem Maße ist Vitamin D3 auch in Eigelb, Milch, Käse und Vitamin D2 in einigen Speisepilzen enthalten.
Allerdings führen wir mit den üblichen Lebensmitteln über die Ernährung in Deutschland nur 2 bis 4 Mikrogramm Vitamin D pro Tag zu.1 Ausschließlich der Kontakt der Haut mit Sonnenlicht versorgt den Körper auf natürlichem Weg mit ausreichend Cholecalciferol.

Gründe für einen Vitamin-D-Mangel

Trotz der auf den ersten Blick recht geringen Zeitdauer, die die Haut für die Vitamin-D3-Produktion mit Sonnenlicht in Berührung kommen muss, ist ein Vitamin-D-Mangel insbesondere bei bestimmten Risikogruppen nicht selten. Grund hierfür ist vor allem, dass in vielen Teilen der Erde die UV-Strahlung während der Wintermonate nicht stark genug ist, um genug Vitamin D3 in der Haut zu bilden. Hinzu kommt: Der Sonnenschutz durch Cremes und Bekleidung vermindert zu allen Jahreszeiten eine Ausnutzung der UVB-Strahlung und damit auch die Bildung von Cholecalciferol. Menschen, die vegan leben, werden Schwierigkeiten haben ausreichend Vitamin D über die Nahrung zu sich zu nehmen, was den Versorgungsstatus zusätzlich verschlechtern kann.

Vitamin D3 -Mangel: Wer ist besonders gefährdet?

Bestimmte Gruppen von Menschen haben aber auch unabhängig von Jahreszeit und Ernährung ein höheres Risiko, unter einem Vitamin-D3-Mangel zu leiden. Dazu gehören Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht das Haus verlassen oder aus kulturellen bzw. religiösen Gründen nur mit gänzlich bedecktem Körper nach draußen gehen, sowie ältere Personen.

Das Defizit entsteht dadurch, dass die Haut nicht genügend dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Bei Senioren und Menschen mit dunkler Hautfarbe ist die Bildung von Vitamin D3 dadurch erschwert, dass sie in älterer und dunklerer Haut in geringerem Umfang stattfindet. Es gibt auch Hinweise darauf, dass übergewichtige Personen öfter unter einem Mangel an Cholecalciferol leiden.2

Außerdem zählen Säuglinge zu den Risikogruppen für eine Vitamin-D-Unterversorgung.1 Denn Säuglinge sollten grundsätzlich nicht einer direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, da sie noch nicht über einen hauteigenen Schutzmechanismus gegenüber der UV-Strahlung verfügen.3

Symptome eines Vitamin D3 -Mangels

Zu den Anzeichen, an denen ein Vitamin D3-Mangel erkannt werden kann, gehören unter insbesondere Erkrankungen der Knochen, wie Rachitis und Osteomalazie.

Cholecalciferol: Die Dosierung muss stimmen

Angesichts der Häufigkeit einer unzureichenden Versorgung und den ernsten Folgen, die ein Mangel an Vitamin D3 über einen langen Zeitraum haben kann, ist es nicht verwunderlich, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zunehmend populärer wird. Doch wie bei anderen Arzneimitteln muss die Einnahme in einer passenden Menge erfolgen. Zuviel Cholecalciferol kann Nebenwirkungen und negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Bildung werden 20 μg/Tag (800 I.E. = internationale Einheiten) von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als angemessene Zufuhr an Vitamin D für gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene angegeben.4 Bei Osteoporosepatienten mit genügend Zufuhr von Calcium empfiehlt der Dachverband Osteologie e. V. (DVO) eine tägliche ergänzende Einnahme von 800 bis 1000 I. E. Vitamin D3.8

Allerdings sollte man je nach Alter, körperlicher Verfassung und der Zeit, die man im Sonnenlicht verbringt, mit dem Arzt sprechen, bevor man Vitamin D3 über einen längeren Zeitraum einnimmt.

Risiken einer Überdosierung mit Vitamin D35

Einer der klaren Vorteile einer natürlichen Zufuhr von Vitamin D3 über die Haut ist, dass es nicht zu einer Überdosierung von Cholecalciferol kommen kann, denn die Eigensynthese unterliegt einem Regulationsmechanismus. Kann das in der Haut gebildete Vitamin D3 nicht schnell genug im Blut abtransportiert werden, wird es wieder abgebaut. So wird der Körper vor einer Vitamin-D-Überdosierung durch zu viel Licht geschützt. Nehmen Sie jedoch Präparate ein, kann es durchaus zu einer Überdosierung von Cholecalciferol im Körper kommen. Daher sollten gesunde Erwachsene insgesamt nicht mehr als 100 Mikrogramm (4000 I.E.) Vitamin D pro Tag aus allen Quellen einnehmen. Aus medizinischen Gründen können jedoch unter Umständen höhere Vitamin D-Zufuhrmengen therapeutisch erforderlich sein. Die adäquate Dosierung und Einnahmedauer bestimmt der behandelnde Arzt.

Zu den möglichen Symptomen einer Überdosierung an Vitamin D3 gehören:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schwäche
  • Häufiges Urinieren
  • Nierensteine und Nierenverkalkung

Problematisch an einer Vitamin-D-Überdosierung ist, dass sich die Calcium-Konzentration im Blut erhöht. Neben dieser sogenannten Hyperkalzämie kann es auch zur Hyperkalzurie kommen – einer erhöhten Ausscheidung von Calcium über den Urin. Dies kann langfristig unter anderem zu Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System und den Nieren führen.

Cholecalciferol-Präparate gezielt einnehmen

Präparate, die den Cholecalciferol-Spiegel im Blut ansteigen lassen, sollten also mit Bedacht eingenommen werden. Verzichten sollte, wer nachweislich einen hohen Vitamin-D3 -Spiegel oder zu hohe Calciumspiegel in Blut und Urin aufweist.

Natürlich ist es am besten, Vitamin D3 auf natürlichem Wege in der Haut zu produzieren oder durch die Nahrung aufzunehmen. Aber ein sinnvoll dosiertes Arzneimittel wie VIGANTOL® kann in Abstimmung mit dem Arzt oder Apotheker ein guter Weg sein, den Körper mit dem wichtigen Cholecalciferol zu versorgen.